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Joka Müller

Die Spielschar gehört zu seinem Leben

Artikel aus dem Heimatanzeiger vom August 2002

Joka Müller erhielt am 27. Juli 2002 die Walther-Hensel-Medaille

Mit den Worten: "Die Spielschar gehört zu meinem Leben" könnte Joka Müller nicht deutlicher das beschreiben, was von Kindesbeinen an zu einem festenBestandteil seines Lebens geworden ist. Dieser Lebensteil ist vorbehaltlos dem Schönhengster Heimatbund, seiner Sing- und Spielschar, der Pflege und dem Gedeihen unseres Kulturguts gewidmet. Dafür gebührt Joka unser Dank und unsere Anerkennung.

Am 27. Juli dieses Jahres bot nun unser Volkstumsabend zum Schönhengster Heimattag den idealen Rahmen, Joka für seine unumstrittenen Verdienste um unser Schönhengster Kulturgut die Walther-Hensel-Medaille zu verleihen. Der große Beifall derer, die sich so zahlreich in der Göppinger Stadthalle eingefunden hatten, unterstrich noch die Würdigung und die Bedeutung der Dankesworte anläßlich der Verleihung dieses Ehrenzeichens.

Joka Müller wurde am 5. Mai 1953 in Coesfeld/Westfalen geboren. Sein Vater,Josef Müller aus Dittersbach (Krs. Landsitzen), hat ihn bereits, durch seinBlut mit dem "Schönhengster Virus" unheilbar angesteckt. Von Anni Müller,seiner Mutter, sog er dann auch noch mit jedem Tropfen Muttermilch den unverwüstlichen "Schönhengster Geist" ein. Er trat zur Sommerarbeitswoche vom 21. bis 27. Juli 1968 auf der Hunnewellhütte bei Göppingen in die Spielschar ein und ist nun seit 34 Jahren dabei. Seine "Grundausbildung" als Spielschärler absolvierte er beim damaligen Chorleiter "Pepp" (Josef) Lidl und der Organisatorin Trude (Gertrud) Derschmidt.

Diese geballte und verinnerlichte "Ladung" Schönhengster Kultur übertrug er auch auf seine Frau Elisabeth (geh, Fischer), die er 1982 geheiratet hat,und auf seine Kinder Fabian (15 Jahre) und Carolin (13 Jahre).

Lassen wir ihn hier selbst erzählen, wie er zur Spielschar kam: ".. durch den unermüdlichen Einsatz meiner Eltern Josef und Anni Müller für ihre verlorene Heimat, den Schönhengstgau. Mein Vater war bis zu seinem Tod Ortsbetreuer von Dittersbach im Kreis Landskron und organisierte die ersten Ortstreffen der Dittersbacher in Neulußheim bei Heidelberg und in Osterwick.

Meine Mutter (man kennt sie ja!) engagiert sich bis auf den heutigen Tag für ihre Heimat. Heimattage in Göppingen waren und sind bis heute ihr Lebenselixier - sozusagen die Schönhengster "Spezialapotheke" für ihrenLebensmut!

Wegen des Engagements meiner Eltern nahmen sie mich von klein auf immer zu den Heimattagen mit und so entwickelte sich nach dem Schönhengster Heimattag1967 in Wien bei mir der Wunsch, an einer Arbeitswoche der Sing- undSpielschar teilzunehmen.

Als 15jähriger bin ich das erste Mal hingefahren, als 49jähriger bin ich noch immer mit Freude dabei (der Spielschar-Virus!). Was hat mir die Spielschar nicht alles gegeben?! Momente, Augenblicke, die man nicht vergißt. Freundschaften, die schon über viele Jahrzehnte Bestand haben.Begegnungen, die einen prägten.

Der Spielschargeist verbindet alle ob jung oder alt - zu einer großen Spielscharfamilie, die über Grenzen/Länder durch das Band der Freundschaft,des Vertrauens und der Achtung des Einzelnen die Schönhengster Sing- und Spielschar ist!

Die Spielschar gehört zu meinem Leben, zum Leben meiner Frau und unsererKinder!"

Diese selbst gewählten Worten drücken die ganze persönliche Intensität und Identifikation von Joka aus, mit der er auf seine Mitmenschen und insbesondere auf die Mitglieder der Sing- und Spielschar zum Wohle unseres Schönhengster Kulturgutes wirkt. Sie sind gleichzeitig auch ein wesentliches Merkmal dafür, daß er als Organisator für den gesamten Ablauf der Arbeitswochen der Sing- und Spielschar in Mondsee (Österreich) und in Worms seit Jahren so erfolgreich ist. Joka ist ein regelrechter "Taussendsassa" er ist unter anderem: Koordinator der Tanzgruppe und des Chores, der Theatergruppe, der Kinderbetreuung, der Instrumentalgruppe. Wie ein Feuerwehrmann beim Einsatz so steht er immer in der Mitte des Sing- und Spielschar Geschehens - mit großer Umsicht in brisantesten Situationen und einfühlsamer Nachsicht gegenüber Schwächeren. Diese Eigenschaft prädestiniert ihn geradezu für seinen Beruf. Er ist Lehrer und seit 1988 Rektor der Nikolaus-Grundschule in Rosendahl-Holtwick

Für uns ist er auch noch ein unverzichtbarer Koordinator, Mittler und Vermittler zwischen der Spielschar und dem Schönhengster Heimatbund und zur Sudetendeutschen Landsmannschaft in München.

Vergelt's Gott, lieber Joka und mach' weiter so - für und mit uns für unser Schönhengster Kulturgut

 
 
 
 
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